Warum Mainz gegen Köln gewann

Levin Öztunali (rechts) freut sich zusammen mit Karim Onisiwo über seinen
Treffer zum 3:1 gegen den 1. FC Köln. Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Was war entscheidend für den Sieg unserer Nullfünfer gegen den 1. FC Köln? In der Nachbetrachtung ergeben sich mehrere Aspekte, die ausschlaggebend waren. Zum einen der entschlossen kämpferische Auftritt unserer Mainzer und zum anderen auch ein glücklicher Spielverlauf – der letztlich jedoch zum Teil aus dieser engagierten Leistung resultierte.

Fangen wir mal mit dem Glück an: Gut, dass Schiedsrichter Willenborg nach 4 Minuten auf abseits erkannte, sonst hätten unsere Jungs noch früher in Rückstand gelegen. Köln griff immer wieder über links an mit dem schnellen Kainz, der meist flach auf Terodde flankte. Das Abseits-Tor hätte uns eine Warnung sein müssen. Stattdessen traf Köln nach dem selben Muster dann 10 Minuten später tatsächlich. Der Drehschuss des Kölners Terodde war für Torwart Zentner kaum zu halten. Glück für Köln, dass der Torschuss exakt durch die Beine von Niakhaté ging.

Glück hatten wir dann auch kurz nach dem 2:1, dass der Schiedsrichter wegen Handspiels von Niakhaté keinen Elfmeter gab. Der Mainzer wurde zwar angeschossen, ging also nicht aktiv mit der Hand zum Ball, verhinderte aber auf diese Weise eine Flanke vors Tor. Mancher Schiedsrichter pfeift so etwas.

Glück und Können: der sensationelle Treffer aus etwa 25 Metern von Robin Quaison. Kurz bevor der Ball den Kölner Torwart erreichte, machte er noch eine unerwartete Drehung ins rechte Eck. Dies war letztlich entscheidend. Torwart Horn kam nicht mehr heran.

Glück und Können: Dass Robin Zentner rechtzeitig zu diesem Spiel einen weiteren Sahnetag hatte. Der Mainzer Torwart war mit ein Garant für dieses Ergebnis.

Der frühe Rückstand motivierte die Mannschaft zusätzlich – sie legte sich mächtig ins Zeug und versuchte erst gar nicht mehr, alles nur spielerisch lösen zu wollen. Sie kämpfte. Sie ging in die Zweikämpfe. Der Spielaufbau gelang nicht einmal besonders flüssig, aber die Kampfeslust entschied viele Szenen. Das Publikum dankte es – und motivierte das Team zusätzlich. Die Stimmung war trotz des frühen Rückstands hervorragend.

Einige Mainzer Spieler traten wieder einmal so auf, wie wir es so von ihren bislang besten Zeiten kannten: Boëtius war Dreh-, Angelpunkt und Antreiber, Szalai verbiss sich in Zweikämpfe und behauptete wichtige Bälle wie zum Beispiel den, den Boëtius zum Ausgleich nutzte, Baku und Ötztunali traten energischer auf, Quaison und Onisiwo nicht weniger.

Zu guter Letzt verstärkte Trainer Sandro Schwarz in der Schlussphase, in der wir zuletzt oft wackelten, noch einmal die Defensive. Wäre da nicht Zentner gewesen, hätte es noch einmal klingeln können im Tor. Bleibt ein Negativpunkt: Niakhaté kassierte die fünfte Gelbe Karte und muss im nächsten Spiel in Leipzig eine Runde aussetzen.

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