05 will gegen Düsseldorf nachlegen

Fortuna Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel hatte schon bei der letzten Begegnung mit dem FSV Mainz 05 im heimischen Stadion durchblicken lassen, wie sehr es ihn schmerzte, die Punkte nicht nach Hause gefahren zu haben. Seinerzeit hatte der nunmehr verletzt pausierende Jean-Philippe Mateta den einzigen Treffer für die Nullfünfer erzielt – ein wenig glücklich, ein wenig schlitzohrig. An diesem Samstag (15:30 Uhr) jedoch ist Mateta nicht dabei. Vielleicht eine gute Chance für Funkel, die drei Punkte in Düsseldorf zu behalten?

Video: Pressekonferenz von Mainz 05 vor dem Spiel in Düsseldorf

Doch auch für die Gäste stehen die Zeichen derzeit nicht gerade schlecht. Zuletzt in Paderborn gewonnen und einen guten Eindruck hinterlassen, strukturiert gespielt, engagiert aufgetreten, extrem viel gelaufen. Mit einer Viererkette im Mittelfeld, rechts außen mit Ötztunali, links mit Boëtius. Uwe Seelers Enkel Ötztunali, so viel ist bereits klar, soll erneut von Anfang an spielen. Das hat 05-Trainer Sandro Schwarz in der Pressekonferenz vor der Begegnung deutlich gemacht. Das könnte uns einen Hinweis darauf geben, dass der Trainer eher nicht mit einer Mittelfeldraute spielen wird, obwohl er das abstritt. Doch ist der Mann ja kreativ – vielleicht hat er noch was ganz anderes vor. Ötztunali hatte seine Aufgaben in Paderborn sehr gut gemacht, war an beiden Toren unmittelbar beteiligt. Seine Aufstellung rechtfertigt sich allemal aus dieser Leistung, wie Schwarz klarmachte.

Der Trainer kennt die Stärken der Fortuna – sehr variabel zu sein, am Mann, am Ball, in der Grundformation, schnell im Umschalten. Schwarz rechnet mit einem aggressiv kämpfenden Gegner, der motiviert in die Zweikämpfe gehen wird. Er weiß, dass Funkel sein Team immer nach dem Gegner ausrichtet, kann aber nicht einschätzen, wen die derzeit angeblich grassierende Erkältungswelle in Düsseldorf nicht verschont hat. Der Sieg für seine Mannschaft ist wichtig – bislang hat sie nur sechs Punkte eingefahren. Mehr Druck angesichts der Tabellensituation sieht Schwarz allerdings nicht – ganz egal, wie der Gegner heiße, ob Bayern oder Düsseldorf, gebe es immer Druck. Wichtig sei, am Samstag zu gewinnen. Dafür müsse sein Team die Einstellung aus dem Spiel in Paderborn mitnehmen.

In der Defensive hat Schwarz mit der Rückkehr des auskurierten Aaron eine weitere Option, lobte jedoch auch Ridle Bakus Auftritt als Rechtsverteidiger, als der er in dieser Woche auch in der U21-Nationalmannschaft gespielt hatte. Wie er seine Abwehr aufstellen wird, ließ der Coach noch offen. Ich rechne mal mit einem 4–4–2. Wobei die Option auf die Raute immer drin ist. Wer vorne im Sturm auflaufen wird, scheint unklar angesichts der zurückliegenden Länderspielwoche. Schaun wir halt mal. Ein Sieg ist wichtig. Jetzt müssen mehr Punkte geholt werden.

Friedhelm Funkel für seine Fortuna vor dem Heimspiel gegen den FSV.

Der Trainer des Gegners, Friedhelm Funkel, stapelte eher tief. Er freut sich auf seine Rückkehrer aus der Länderspielwoche, mindestens genauso über seine inzwischen Auskurierten – auch die Fortuna beklagt mehrere Ausfälle. Mit seinem Team habe er die Fehler im letzten Ligaspiel bei der Hertha „schonungslos“ analysiert, jetzt will er die Erkenntnisse gegen Mainz auf den Platz bringen. „Mainz ist eine Mannschaft, die über ihre körperliche Robustheit kommt, auf die zweiten Bälle geht und versucht, schnell nach vorne zu kommen. Das haben sie gegen Paderborn gut gemacht“, sagte Funkel. Aber ähnlich wie sein eigenes Team hätten die Mainzer trotz guter Leistungen auch Spiele verloren.

Einige in seiner Mannschaft brauchten noch Zeit, um ihren Rhythmus zu finden, zu mehr Ballsicherheit, mehr Läufen in die Tiefe. „Das muss sich alles entwickeln“, so Funkel. Der für Samstag zuversichtlich ist. „Wir können gegen Mainz gewinnen.“ Und das will er auch.

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