„Wir wissen, was auf uns zukommt“

„Ein wichtiges Spiel, keine Frage“, sagt 05-Trainer Sandro Schwarz vor der Begegnung beim Aufsteiger SC Paderborn 07. Und wie wichtig. Wir brauchen die Punkte, die Westfalen nicht minder. Angesichts der Ernsthaftigkeit der Situation werde ich wenigstens niemanden sagen hören, dass wir diese Truppe weghauen werden. Denn das wird garantiert nicht passieren. Wer Paderborn gegen den FCB gesehen hat, weiß, dass wir auch diese Begegnung allzu leicht verlieren können.

Davon sprach Schwarz in der Pressekonferenz vor dem Spiel an diesem Samstag, 15.30 Uhr, freilich nicht. Er versuchte sich in gelöster Weise, wohl wissend, dass er nach seiner gelbroten Karte aus dem Wolfsburgspiel als Trainer für dieses Match gesperrt ist. Gesperrt noch bis 30 Minuten nach dem Abpfiff, was ich als den eigentlichen Wahnsinn dieser Regelung werte. Schwarz wird vertreten von seinem Trainerstab, vor allem von seinem Co Jan-Moritz Lichte. Er wird zusammen mit Sportvorstand Rouven Schröder auch die Ansprache in der Kabine halten.

Erneut werden dem Trainer wichtige Spieler fehlen, was er allerdings nicht besonders hervorhob: Die Außenverteidiger werden knapp, denn Gabriel und Aaron fallen in der Defensive aus, Mwene hat nur eingeschränkt trainiert. „Es gibt die Option mit Ridle Baku als Rechtsverteidiger oder Jona Meier, aber auch St. Juste“, sagte Schwarz. Außerdem könnte der Trainer erneut wie schon gegen Wolfsburg im zweiten Durchgang auf eine Dreierkette ausweichen. Es klang aber so, als ob Schwarz mit mindestens zwei Stürmern antreten wolle, wobei er Karim Onisiwo als eine Option nannte, weil dieser mit seiner Wucht, seiner Körperlichkeit gefragt sei.

Solche Wucht wird Sandro Schwarz gegen offensiv spielende Paderborner brauchen. Wer die Westfalen gegen die Bayern gesehen hat, weiß, dass sie nicht aufgeben und ihre Qualitäten auf den Platz bringen. Obendrein: Verlieren unsere Jungs dieses Spiel, dürfte die Diskussion um Schwarz als Trainer lauter werden. Nicht nützlich, finde ich.

Der gute Auftritt bei den Bayern ist für Paderborns Trainer Steffen Baumgart keine Garantie, dass es auch gegen Mainz gut laufen wird. Er hat unsere Mannschaft live im Stadion gegen Hertha erlebt, lobt deren „sehr hohe individuelle Qualität“, die Flexibilität im Grundmuster, die Standards und Flankenläufe. „Wir wissen schon, was auf uns zukommt.“

Ja, das wird ein wichtiges Spiel – für beide Vereine.

Die Pressekonferenz unserer Mainzer – bitte hier klicken.
Das sagt der Paderborner Trainer.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Zur Werkzeugleiste springen