Aggressiv gegen den VfL Wolfsburg – Aaron und Latza fallen aus

Die Stimmung muss gut sein gegen Wolfsburg, auch die Fans sind gefordert.
Foto: Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images

„Wir sind nicht nur die einzige Bundesligamannschaft, die neun Gegentore hat, sondern auch die, die bis zur 30. Minute bislang kein Tor hinnehmen musste“ – Worte des Mainzer Trainers, um die Anfälligkeit seines Teams in der Defensive zu analysieren. Das zeige, dass seine Mannschaft vieles gut mache, aber in der Konzentration bis zum Schluss nachlasse (siehe nachstehendes Video). Keine Kopfsache, wie Schwarz meinte, sondern es liege am individuellen Zweikampfverhalten. Von einem Mentalitätsproblem wollte auch Sportvorstand Rouven Schröder nicht sprechen. Schwarz: „Neun Gegentore sind einfach zu viel. Das individuelle Zweikampfverhalten in der jeweiligen Situation ist nicht konsequent genug, um Tore zu verhindern.“ Wachsam sein bis zum Schluss, konsequent dem Mitspieler zu helfen, noch mal zu sichern, noch mal den Schuss blocken und in der Standardsituation wach sein.

Das wünscht sich der Trainer von seinem Team am Samstag (15.30 Uhr) gegen den VfL Wolfsburg, einem Team, das in der Saison bislang nicht verloren hat. Er muss dabei erneut auf Spieler verzichten, sogar auf zwei seiner wichtigsten: Aaron zog sich im Training einen Muskelfaserriss zu, und Danny Latza laboriert noch mit einer Prellung aus dem Schalkespiel herum. Ist das die Chance für Jonathan Meier, dem Mann aus der U23 des FC Bayern, die Linksverteidigerposition einzunehmen? Schwarz sieht ihn als Option, hält es aber auch für denkbar, dass er Brosinski links verteidigen lässt und Gabriel oder gar Baku auf die rechte Seite zieht. Entscheiden wird er das kurz vor dem Spiel. Wie auch erneut die Torwartfrage. Mit den Trainingsleistungen der Woche war Schwarz jedenfalls zufrieden, er hatte eine Aggressivität ausgemacht, die er sich genau so am Samstag gegen den VfL Wolfsburg wünscht.

Die Stärken des Gegners unter dessen Trainer Oliver Glasner hat er längst ausgemacht – eine starke Defensive, eine klare Struktur gegen den Ball und ein sehr schnelles Umschalten. In der Intensität und Aggressivität sieht Schwarz den Unterschied zu Glasners Vorgänger Labbadia. „Eine hohe Aktivität gegen den Ball“, sagt der 05-Trainer, der darauf verweist, dass der Neuling nun mit einer neuen Grundordnung, einer Dreierkette, verteidigen lässt. Eine Option, die er für sein Team am Samstag auch für denkbar hält (wenngleich ich nicht daran glaube). Ansonsten gelte es für sein Team, die eigene Intensität hochzuhalten, bis zum Schluss, und aggressiv in die Zweikämpfe zu gehen, „einfach für sich das Letzte herauszuholen. Wenn wir diese Energie auf dem Platz haben, dann kommt unsere fußballerische Qualität“.

Der Samstag wird der Familientag im Mainzer Stadion werden. Da erhofft sich der Verein möglichst viel Zuspruch. Und natürlich einen Sieg.

Pressekonferenz in Mainz:

Pressekonferenz in Wolfsburg:

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