Nichts, was sich nicht beheben ließe

05-Trainer Sandro Schwarz – hier könnte er verzweifeln.
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Die Schwächen seines Teams hatte 05-Trainer Sandro Schwarz schon direkt nach dem Abpfiff beim FC Schalke 04 benannt – zu viele Ballverluste, ungenaue Pässe, vorne zu oft quer gespielt, so dass der Ball ganz schnell wieder weg war und der Gegner immer wieder dazwischen konnte. Eine bessere Präzision und Konzentration lässt sich zwar trainieren, dürfte sich aber kaum umgehend einstellen. 

Dass die zweite Halbzeit „komplett an uns gegangen“ ist, wie Schwarz anschließend meinte, habe ich selbst nicht erkennen können, wohl aber deutliche Mainzer Vorteile im zweiten Durchgang gegenüber den Gastgebern. Bei weniger schlampigem Zuspiel und mehr Präzision hätten wir dieses Match auf keinen Fall verloren. Ja, es wirkte angesichts der Leistung im Mittelfeld während des zweiten Durchgangs fast wie ein Rätsel, dass dies nicht gelungen ist. Die Hereinnahme von Baku und Maxim für Latza und Kunde stabilisierte zwar das Mittelfeld, aber das lag nach meiner Beobachtung nicht daran, dass Latza und Kunde so schlecht gewesen wären, sondern vor allem an der Frische der beiden neuen Spieler. 

Es muss endlich einmal gelingen, Konzentration und Konsequenz bis zum Schlusspfiff durchzuhalten. Wir erinnern uns, dass wir auch im Spiel gegen die Hertha einen späten Treffer hinnehmen mussten. Der zum Glück noch einmal wettgemacht wurde durch den Siegtreffer. Es kann nicht sein, dass in der Defensive alle zusehen, sich niemand zuständig fühlt, niemand die Verantwortung ergreift und niemand in einer konkreten Situation fordert, auf den ballführenden Angreifer zu gehen.

Klar, am meisten nervt das den Trainer, der seinem Team nicht beigebracht haben dürfte, so zu verteidigen. Und auch nicht so anzugreifen. Das ist aber nichts, was nicht zu beheben wäre. Substanz ist da, das war im Spiel gegen Schalke mehr als deutlich zu sehen. Aber das Team muss sich an die Vorgaben des Trainers halten. Bis zum Schlusspfiff. 

Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

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