Nicht von Schalke fressen lassen

Wieder mal ein schweres Spiel vor der Brust: Auf Schalke haben unsere Mannen zuletzt nicht gut ausgesehen, der letzte Sieg in der Liga dort dürfte so acht Jahre zurückliegen. 05-Trainer Sandro Schwarz will an diesem Freitag (20.30 Uhr) trotzdem nicht nach Gelsenkirchen fahren, um alles so hinzunehmen. Auf mindestens einen wichtigen Spieler, der gegen Hertha nicht nur eine gute Figur, sondern auch ein Tor gemacht hat, muss er aber voraussichtlich verzichten: Jeremiah St. Juste hat am Dienstag im Training einen Schlag auf den Knöchel bekommen und fällt deshalb vermutlich aus.

Ex-Nullfünfer David Wagner hat in seiner Eigenschaft als neuer Schalker Trainer schon einiges bewegt bei seinem neuen Klub. Dieses Gegenpressing und Konterspiel seiner Mannschaft hat am vergangenen Sonntag in Paderborn letztlich den deutlichen 5:1-Sieg gebracht. Von der Verunsicherung der vergangenen Saison ist bei den Königsblauen kaum mehr etwas zu sehen. „Da ist eine klare Handschrift von David“, sagte Schwarz in der Pressekonferenz vor dem Spiel, „sie haben eine enorme Wucht, eine hohe Spieleranzahl in der Box, da sieht man eine sehr gute Entwicklung gerade in den letzten Wochen“.

Und sein eigenes Team? Aus den Fehlern gelernt? Fehler abgestellt? „Es gab einiges im Spiel gegen Berlin, was weniger gut war“, räumte Schwarz ein, aber man habe die Begegnung aufgearbeitet. Schwarz wird gesehen haben, wie dieses neue Schalker Team schnell nach vorne spielen kann, wie es um jeden Ball kämpft, schnell umschalten und nach vorne stoßen kann. Das 5:1 sollte uns eine Warnung sein, uns nicht von Schalke fressen zu lassen. Dass St. Juste fehlt, wiegt für mich schwerer als die Frage, ob Zentner oder Müller im Tor stehen soll, denn das ist dann eher ein Luxusproblem.

Tja, so richtig Substantielles kam nicht heraus in dieser Pressekonferenz (siehe unten), da scheint der gegnerische Trainer schon etwas mehr gesagt zu haben.

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