Mainz erkämpft sich ein 2:1 gegen die Hertha

Es war das erwartet kampfbetonte Spiel. Mainz trat gegen die Hertha mit einer Doppelspitze an – Quaison und Szalai ganz vorne, in der Defensive mit St. Juste, im Mittelfeld mit Fernandes, Boëtius, Latza und Kunde – heute ein echter Aktivposten, putzte was weg, war überall zu finden. Und am ersten Mainzer Treffer beteiligt.

Hertha baute von Anfang an ein sehr dichtes Mittelfeld auf, da fanden unsere Mannen kaum ein Durchkommen, dann in der 4. Minute mal ein erster öffnender Diagonalpass auf Aaron, der flankt, und Kundes Weitschuss geht drüber. Fünf Minuten später zielte Kunde nur knapp am linken Pfosten vorbei. Noch mal fünf Minuten später scheiterte Quaison nach schönem Zuspiel von Aaron nur knapp an Herthas Keeper Jarstein, und im Gegenzug hatten wir Glück, dass ein Schuss der Herthaner am Pfosten unseres Gehäuses landete.

Noch mal Atemanhalten kurz darauf, als Latzas Schuss vom Berliner Schlussmann weggeschlagen wurde, und im Gegenzug Robin Zentner ebenfalls gerade noch parieren konnte. Starke Reaktion! Ein munteres, schnelles Spiel war das. Unterbrochen von der meiner Meinung nach kuriosen Szene mit dem Videobeweis – nicht wegen Handspiels oder Fouls im Strafraum, nein für eine vermeintliche Tätlichkeit, für die St. Juste die gelbe Karte sah. Muss sowas sein? Deshalb ein Videobeweis? Es wird immer kurioser.

Dann endlich, in der 41. Minute: Mainz greift an, Kunde führt den Ball energisch über Rechts aus dem Mittelfeld nach vorne, flankt vors Tor, wo der Ball leicht abgefälscht beim freistehenden Quaison landet, der nur noch einzuschieben braucht. Kurzes Stocken – war er abseits? War er nicht. 1:0 für Mainz.

Das Spiel war kaum zum zweiten Durchgang angepfiffen, da musste der Mainzer Keeper Robin Zentner zweimal aus höchste Not retten. Doch reagierten unsere Jungs gut, schalteten schnell um und hätten durch Szalai noch einmal treffen können, wenn nicht ein Berliner Bein das gerade noch verhindert hätte. Nur fünf Minuten später hatten wir Riesenglück, dass die jetzt stärker aufkommende Hertha bei einem Gerangel vor unserem Tor den Ball nicht hineinbrachte. Da hatten wir den Gegner nach einem Freistoß nicht unter Kontrolle. Solche Szenen waren es immer wieder, die beunruhigten, weil sich unsere Jungs hinten zu passiv verhielten oder nicht im Bilde waren. Zum Glück hatten wir Robin Zentner, der mehrfach, vor allem in der 60. Minuten einen Freistoß parierte, auch St. Juste und Niakhaté gefielen immer wieder.

Offensiv ging aber etwas mehr. Immer wieder schalteten die Nullfünfer gut um, kombinierten sich nach vorne und hatten gute Szenen. Trainer Schwarz wechselte erstmals in der 67. Minute, brachte Baku für den eher unauffälligen Fernandes und 13 Minuten später Onisiwo für den aufopferungsvoll rackernden Szalai. Das Spiel verflachte bis dahin ein wenig, beide Teams waren ein hohes Tempo gegangen. Aber wir hätten, um sicher zu gehen, unbedingt einen zweiten Treffer machen müssen.

Und dann fiel doch wieder der gegnerische Treffer. Wieder mit Ansage. Einwurf von der linken Ecke für die Hertha, Kopfball Grujic aus dem Zentrum, Treffer. Wieder viel zu einfach.

Aber unser Team steckte nicht auf. Schwarz brachte noch Burkardt für Latza, doch blieb diesem nicht viel Zeit zum Eingewöhnen, denn genau im Moment darauf gingen unsere Jungs wieder in Führung. Diesmal nickte St. Juste nach einem von Brosinski getretenen Eckball bei Hertha ein. 2:1. Welch ein Jubel! Das Stadion spielte schier verrückt.

Aber keine Pause – schon gab es wieder Freistoß für Berlin zentral am Mainzer Strafraum, Kunde legte sich wie zuvor schon hinter die Mauer – schöner legaler Trick. Der Schuss wurde geblockt, und auch die folgende Ecke brachte der Hertha nix.

Es blieb beim 2:1 – wir haben die ersten drei Punkte eingefahren! Dank einer Kampfes- und Willensleistung unserer Jungs. Die Schwächen in der Abwehr haben sie allerdings noch nicht abgestellt. Doch fällt das jetzt vielleicht leichter.

Ach ja: Robin Zentner wollte erst nicht auf den Zaun zur Humba. Rouven Schröder musste ihn ein wenig aufklären…;/)

Anmerkung: Dieser Bericht entstand noch während des Spiels. Etwaige Ungenauigkeiten und unpräzise Formulierungen bitte ich zu entschuldigen.

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