Ein Plan gegen Lewandowski

Der März liegt noch gar nicht so lange zurück und damit die Erinnerung an das 0:6 beim FC Bayern München. Und nun erneut nach München. Diesmal nach drei verlorenen Pflichtspielen direkt zum mehrfachen Deutschen Meister. Müssen wir da groß reden? „Es ist das schwierigste Spiel der Saison“, sagte 05-Trainer Sandro Schwarz in der Pressekonferenz vor der Begegnung. Was er dann aber fast wie in einem Nebensatz erwähnte. Was bleibt zu tun? „Sehr gut verteidigen, sehr effizient angreifen, und dann brauchst du das ein oder andere Matchglück“, sagte der Trainer zur versammelten Journalistenschar über die Chancen seiner Truppe.

Bloß nicht gleich wieder so auseinanderfallen wie zuletzt, wenn ein Gegentor fällt. Denn das könnte bei den Bayern öfter passieren. Ob da Neuzugang und Tore-Hoffnung Adam Szalai etwas ausrichten kann? Er könnte spielen, und ja, wenn wir im Kaffeesatz richtig gelesen haben, wird er auch dabei sein. Szalai hatte schließlich mal zu einem 2:1 in München getroffen. Lässt sich sowas wiederholen? Ob wir nun daran glauben wollen oder nicht – die Mannschaft muss es. Szalai tut es anscheinend. „Seine Qualität, die er hat, muss er auf den Platz bekommen und in der Kabine die Verantwortung übernehmen für die junge Mannschaft“, sagte Schwarz. Und immer wieder, „unserem Anspruch gerecht zu werden“. Hm, ja, das hören wir nicht zum ersten Mal. Aber was will er auch angesichts eines fast übermächtigen Gegners groß sagen?

Die Bayern sind gut drauf, haben sich gut verstärkt und wollen die Dortmunder überholen. Ihr bester Stürmer Robert Lewandowski verlängerte just vor dem Spiel gegen die Mainzer seinen Vertrag um zwei Jahre. Hat man gegen einen solchen Mann überhaupt eine Chance? „Im Kollektiv den Passgeber unter Druck setzen, damit Lewandowski nicht zur Geltung kommt“, ist die Schwarz’sche Vorgabe. Klingt wie ein Plan. Eventuell kann er dabei wieder auf den neuen Verteidiger St. Juste bauen – der indes nach seiner Schulterverletzung noch nicht wieder vollständig trainiert hat.

Ich wage mal eine Aufstellungsprognose: Müller – Brosinski, Niakhaté, Hack, Aarón – Fernandes, Kunde, Latza, Boëtius – Onisiwo, Quaison

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