Mainzer Aufwand ohne Ertrag

Vorne zu ineffektiv, hinten zu nachlässig. Auf diese Formel würde ich die derzeitige Spielweise unserer Nullfünfer bringen. Eine Halbzeit lief das gegen Mönchengladbach ganz ordentlich, da waren wir relativ ebenbürtig. Mindestens zwei Tore hätte das Team aus meiner Sicht aber verhindern können. Da fehlte es an Effektivität, Konzentration, Konsequenz.

Und dennoch – in der ein oder anderen Situation lief es deutlich gegen uns. Den Freistoß, den Florian Müller knapp ins Tor rollen ließ, die Flanke, an der Quaison kurz nach Wiederanpfiff vorbeiflog, mancher Schuss von Boëtius und Onisiwo, der knapp vorbeizischte, oder so manches Foul im gegnerischen Strafraum, das der Schiedsrichter nicht pfiff. Das waren einfach Momente gegen uns. Doch soll das nicht darüber hinwegtäuschen, welche haarsträubenden Fehler unser Team auch gemacht hat.

Die Ultras am neuen Standort

Alleine schon die Mauer zum Gladbacher Freistoß (der aus meiner Sicht ungerechtfertigt war), die alles andere als optimal gestellt wurde, der Ball, den Hack vor dem 1:1 nicht wegbekam – und überhaupt immer wieder das falsche Mittel in bestimmten Situationen, hohe Bälle ins Gewühl, wo allenfalls der Zufall den Mitspieler findet, fehlende Zuordnung in der Defensive, Dribblings, wo ein Pass besser gewesen wäre und Flanken, die ins Niemandsland flogen. Dazu Bälle und Pässe, die immer wieder verloren gingen.

Mancher Nullfünfer hatte sicherlich auch nicht seinen besten Tag – selbst wenn Brosinski der Freistoß gelang, der zum 1:0 für uns führte, so feuerte er doch oft deutlich vorbei. Auch Latza, obwohl der laufstärkste im Team, haute oft daneben.

Und schauen wir mal auf die Bank, wen Trainer Sandro Schwarz da noch bringen kann: Burkardt, Baku, Gürleyen, Barreiro… nein, hier geht es um Gotteswillen nicht um irgendein Bashing, aber all diese Spieler, die vor kurzem noch in der zweiten Mannschaft gespielt haben, bieten nun mal nicht das selbe Niveau, das der Gegner noch auf seiner Bank sitzen hatte. Mainz 05 ist kein Verein, der in der Breite Topspieler aufweisen kann. Es sind nur wenige – und vier davon sind zurzeit verletzt.

Was folgert daraus – nun, vielleicht doch, dass der Verein auf dem Transfermarkt noch einmal nachlegen müsste. Die Frage ist nur – wen gibt es da noch, der für relativ kleines Geld daran mitarbeiten könnte, diese Probleme in kurzer Zeit effektiv anzugehen. Ich wüsste es schon mal nicht.

Am kommenden Samstag geht es zu den Bayern. Und ohne groß orakeln zu müssen, so können wir jetzt schon davon ausgehen, dass unser Club auch nach dem dritten Spieltag ohne Punkte dasteht. Dann geht es schon im zweiten Heimspiel gegen Hertha um eine ganze Menge. Da wird viel Druck lasten auf Trainer und Mannschaft.

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