Obacht vor den Roten Teufeln

Im August 2018 war es, als eine gewisse Eintracht aus Frankfurt zu einem Viertligisten nach Ulm fuhr, um dort zu einem Pokalspiel anzutreten. Ergebnis: Der Erstligist verlor mit 1:2. Daran erinnere ich jetzt deshalb gerne, weil mir die Stimmung auf Mainzer Fanseite vor dem Pokalspiel in Kaiserslautern teilweise zu überheblich erscheint. Das kann für uns auch in die Hose gehen, wenn wir nicht aufpassen.

Nichts an diesem Spiel wird äußerlich so erscheinen, als ob wir uns bei einer Feld- und Wiesenmannschaft befänden. 40.000 größtenteils (vermutlich) fanatisierte Zuschauer erwarten die Lauterer in ihrem erstligatauglichen Fritz-Walter-Stadion, da müssen die 6000 Mainzer Fans erst einmal munter dagegenhalten. Während die Roten Teufel bereits vier Pflichtspiele absolviert haben, ganz ordentlich übrigens, warten wir noch immer auf den Beginn der neuen Saison. Das Team ist noch nicht eingespielt, Neuzugänge noch nicht integriert, und wichtige Spieler sind verletzt.

Soweit der Schwarzseheranteil dieses Blogeintrags. Der andere Teil flüstert mir, dass da ein beachtliches fußballerisches Niveau aus der Landeshauptstadt anreist, um in der schönen Pfalz leckere Bratkartoffeln zu verspeisen (danke, Zischer, für die Vorlage). Die Jungs sind Stimmungen in großen Stadien gewohnt und drehen dann erst so richtig auf. Sie werden den FCK zwar nicht überrollen, aber doch souverän gewinnen. Und genau das wollen sie.

Nehmen wir jetzt von den beiden letzten Absätzen die goldene Mitte, dann erwartet uns am Samstag ab 15.30 Uhr eine emotionale, teilweise leidenschaftlich geführte Partie. Die Roten Teufel werden alles tun, ihre Fans nicht zu enttäuschen. Dieses Spiel ist für sie eine Riesenchance, sich mal wieder größer zu zeigen. Von uns hingegen, dem Favoriten, wird einfach erwartet, dass wir unser Pensum souverän runterspielen. Pokalspiele sind jedoch oft besonders – hier mal eine Rote Karte, da mal einen Elfmeter. Wir kennen das nur zu gut aus unserer Pokalgeschichte. Und generell gilt: Bleibt das Spiel lange unentschieden, kann alles passieren.

Also aufgepasst, sich nicht zu sehr von der Emotionalität auf den Tribünen anstecken lassen, aber mit der nötigen Geilheit auf einen Sieg in diese Partie gehen.

Und das haben Rouven Schröder und Sandro Schwarz in der Pressekonferenz vor dem Spiel gesagt:

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