Was ist noch drin gegen die „stabilste Mannschaft Deutschlands“?

Spielt das Team mit Raute, mit Viererkette oder ohne? Werden Boëtius und Donati bis zu diesem Freitag wieder fit, wenn RB Leipzig im Mainzer Stadion antritt (20.30 Uhr)? Fragen über Fragen aus der Pressekonferenz. Leipzig hat die Qualifikation zur Champions League schon geschafft, unsere Mainzer – viel bescheidener – den Klassenerhalt. Beide wollen aber mehr, sagen sie. Ob sie nun die neu ausgerufenen Ziele ihrer Trainer wirklich umsetzen können und wollen, wird sich wohl erst am Freitagabend zeigen.

Wieviel Energie, Lust und Leidenschaft sind noch möglich? Wie sehr können sich beide noch überwinden? Leipzigs Trainer Ralf Rangnick will wie sein Gegenüber gar keine Gedanken an Müßiggang aufkommen lassen, er spricht sogar noch von der Möglichkeit zum Titelgewinn, während Sandro Schwarz den Tabellenplatz 10 im Visier hat – trotz der jüngsten 0:1-Niederlage in Hannover hält er daran fest. Es werde nun halt etwas schwieriger.

„Wir brauchen am Freitag gegen Leipzig alles, was wir haben“, sagte er in der Pressekonferenz vor dem Spiel. Mit großer Hochachtung vor dem Gegner, den er als die „stabilste Mannschaft Deutschlands“, als absolutes Top-Team, bezeichnete. RB hat wenigstens etwas gutzumachen in Mainz – vor etwa einem Jahr verlor Leipzig dort mit 3:0. Was Rangnick heute als „eines unserer schwächsten Spiele“ in der vergangenen Saison bezeichnete.

Wie bitte? Der selten humorig aufgelegte Rangnick sollte mit solchen Aussagen die Leistung des Gegners mal nicht so kleinreden. Das könnte unsere Jungs nämlich zusätzlich motivieren. Auch wenn das heute eine etwas andere Mannschaft ist als jene, die am 29. April vorigen Jahres gewann, so hatte sie die Leipziger phasenweise an die Wand gespielt. Ridle Baku war dabei, gab seinen Bundesligaeinstand und traf zum 3:0. Vielleicht ist er wieder gesetzt, denn Jean-Paul Boëtius könnte angeschlagen ausfallen. Andererseits steht auch Danny Latza wieder bereit. Der Trainer gab sich aber einsilbig, wollte nicht verraten, wie er spielen möchte.

Ohnehin musste er sich zusammen mit Sportvorstand Rouven Schröder diversen Fragen zum in dieser Woche verkündeten Karriereende René Adlers stellen, ein Ende, das nach den zahlreichen Verletzungen leider absehbar war. Zum Stand jetzt sei kein Abschiedsspiel geplant – man konzentriere sich auf die Bundesliga.

Okay, kommen wir zurück zum Thema: Gegen Leipzig erwarte ich ein solides Auftreten, aber keinen Sieg unserer Jungs. 2.2 lautet mein Tipp. Wer bietet mehr?

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