Zähes Spiel mit gutem Ende – Klassenerhalt!

Welch ein Spiel. Typisch Mainz, alles war dabei. Ein geiles schnelles Tor nach 36 Sekunden und obendrein Mords-Massel. Düsseldorf verschießt einen Elfer, der erst ein-zwei Minuten nach dem angeblichen Handspiel gepfiffen wurde (Videobeweis) und Donati rettet auf der Linie. Zwei Tore macht Mateta und eines erzielt der starke Karim Onisiwo. 3:1. Klassenerhalt!

Düsseldorf war vermutlich noch nicht richtig auf dem Platz, als unsere Mainzer vom Anpfiff an losstürmten. Der heute wieder starke und energisch kämpfende Onisiwo bekam den Ball vom enteilten Boëtius, spurtete rechts weiter durch, passte dann flach in die Mitte, wo Mateta kompromisslos vollendete. Ein Auftakt nach Maß in einem Match der selbst ausgerufenen Entscheidungswoche. Entsprechend offensiv hatte Trainer Sandro Schwarz aufgestellt: Vorne die bereits Erwähnten, Quaison auf der Zehn, Boëtius als Achter rechts in der Raute, Latza links, Gbamin auf der Sechs und in der Abwehr neben Aarón und Niakhaté wieder Giulio Donati – und Alex Hack, der zweifache Unglücksrabe dieses Spiels, der in der ersten auffälligen Szene hinfiel und so seinem Gegenspieler Lukebakio den Ausgleich ermöglichte. Da war sie dahin, die Führung.

Die hatte unsere Jungs vielleicht etwas leichtsinnig werden lassen, denn die Fortuna hatte das frühe Tor mobilisiert, sie war giftig, verschob hervorragend zum Ball, störte sehr früh, gewann im ersten Durchgang viele Zweikämpfe, aber auch die meisten zweiten Bälle. 3:7 sollte am Ende das Eckenverhältnis lauten, das den Offensivgeist der Düsseldorfer unterstreicht. Letztlich sprechen aber alle Werte für unsere Nullfünfer, weil sie sich nach diesem kurios gegebenen Elfmeter noch einmal konzentriert dagegenstemmten.

Alex Hack war mit der Hand am Ball, stellte der Videoschiri fest, so dass es ganz überraschend Elfmeter gab. Der Jubel war groß im Stadion, als Lukebakios Schuss an den Pfosten ging. Schwarz nahm dann Hack vom Platz, Gbamin rückte für ihn in die Innenverteidigung, während Maxim neu hinzukam. Das gab dem Spiel unserer Jungs noch mal richtig neuen Schwung. Ein ums andere Mal ging’s im hohen Tempo vors Düsseldorfer Tor, meist in einer Stafette auf der linken Seite über Maxim, Boëtius oder auch Aarón auf das Duo Onisiwo-Mateta, das diesmal sehr spielfreudig aufgelegt war. Schön zu sehen, wie energisch der Österreicher auftritt und eine gewisse Wucht, eine Körperlichkeit in seine Zweikämpfe einbringen kann.

Zwei schön herausgespielte Tore servierten sie uns noch im zweiten Durchgang. Wobei es viele aufregende Szenen gegeben hatte – Quaison verpasste mehrfach knapp, hätte einen Treffer verdient gehabt. Und Müller parierte einige Male wieder sehenswert. Nicht zu vergessen die heroische Rettungstat Donatis. Insgesamt war es der Auftritt, den Sandro Schwarz hatte sehen wollen. Vielleicht ist da ja auch noch mehr drin – am nächsten Samstag gegen Hannover. Den Klassenerhalt haben wir schon mal vier Tage vor Schluss geschafft – den feierten einige gleich anschließend in der Stadt –, nun geht es darum, Tabellenplatz 10 zu erreichen, wie Sandro in der Pressekonferenz nach dem Spiel ankündigte.

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