Zweikampfgift gegen Freiburg

Freiburgs Trainer Christian Streich rechnet mit einem Spiel gegen Mainzer „Berserker“, einem Kampfspiel, denn er weiß, dass wir unbedingt gewinnen müssen. Es wird vermutlich nichts von der Leichtigkeit zu sehen sein, die unser Team im Hinspiel gegen den SC ausgezeichnet hat, vermute ich, denn diesmal steht einiges auf dem Spiel: Die Mannschaften hinter uns auf Distanz halten und vor allem endlich mal wieder gewinnen.

Sandro Schwarz forderte in der Pressekonferenz vor dem Heimspiel (Freitag, 20.30 Uhr) schon mal mehr „Zweikampfgift“ von seinen Jungs, näher an den Gegenspieler ran zu gehen, um jeden Ball zu kämpfen und vor allem ein gemeinsames Verteidigen der kompletten Mannschaft. „Natürlich sind wir unzufrieden, wie die letzten Wochen gelaufen sind. Für uns gilt es, jetzt das Mainz-05-Gesicht zu zeigen. Mit den Zuschauern im Rücken, das ist ganz wichtig für uns“, sagte der Mainzer Trainer. „Viele kleine Siege erringen im Spiel gegen den SC.“ Denn in vielen kleinen entscheidenden Momenten sei das Team zuletzt nicht präsent gewesen.

Sieben Spiele von acht verloren – das ist andererseits die bittere Bilanz. Er wisse, dass er Ähnliches zuvor schon gesagt habe vor dem jeweils nächsten Spiel, so der Coach. „Wir respektieren und akzeptieren jede Unzufriedenheit, aber dann bitte vorwärts schauen.“ Die 30 Punkte, die die Mannschaft bereits habe, seien ihr jedoch nicht geschenkt worden, die habe sie selbst hart erarbeitet. Die Fehler, die es mache, seien auch nicht auf die Struktur zurückzuführen. „Aber in den kleinen Elementen, am Mann zu sein, noch mal diesen letzten Schritt zu machen“, das habe die Mannschaft zuletzt in Bremen nicht gezeigt, das habe letztlich Punkte gekostet. Schwarz: „Wir brauchen bei Mainz 05 immer diese Basis, diese absolute Überzeugung in der Verteidigungshaltung.“ Es gelte, immer wieder, beharrlich dranzubleiben, „in der letzten Konsequenz um das Ergebnis zu ringen“.

Das wird nicht einfach gegen ein Team, das zuletzt einen Punkt gegen die Bayern geholt hat. Freiburg sei sehr laufstark und habe eine gute Mentalität. Das rufe das Team Woche für Woche ab, weiß Schwarz. Lucas Höler kennt er ja noch aus seiner U23-Zeit. Florian Niederlechner kennt man aus seiner kurzen Zeit in Mainz, während Nils Petersen ohnehin als der Toreschreck der Breisgauer gilt.

Spiele gegen Freiburg sind immer etwas Besonderes. Vor allem haben sie mit Christian Streich einen cleveren Trainer, der immer ein Mittel parat hat, der motivieren kann und taktisch klug denkt. Mein Tipp: 1:1 oder gar 0:0, weil Sandro sehr auf Zweikampf im Mittelfeld und auf frühes Pressing setzen wird, vermute ich. Sollten da allerdings mal die Dämme brechen, kann es auch hoch ausgehen. Für jedes der beiden Teams.

„Schwer verkäuflich, sehr, sehr teuer“, sagte Sportvorstand Rouven Schröder übrigens auf die Frage nach Gerüchten um einen Verkauf von Aarón. Was er noch so gesagt hat, entnehmt Ihr bitte dem hier verlinkten Video.

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