Frust-Höhepunkte

Kennen wir doch von unserem Verein. Solche Frust-Momente gibt es häufig zu überstehen, nicht jedoch eine solch lange Serie von Niederlagen, teilweise hohe Niederlagen. Trainer Sandro Schwarz wird wieder die wenigen Phasen herausheben, in der die Mannschaft vieles richtig gemacht hat, wird auf einzelne Momente verweisen, in der das Team nicht wach war. Das wird vielen Fans nicht eben gefallen, weil sie es immer wieder hören, sich aber nichts wirklich verbessert. Zumindest vom Ergebnis her.

Typische Mainz-05-Tugenden, das typische Mainzer Gesicht zeigen – das hatte Sandro Schwarz gefordert, aber das hat er nicht bekommen. Nur in wenigen Momenten. Zusätzlich hat die notwendige disziplinarische Entscheidung im Fall Gbamin die Ausgangslage nicht gerade verbessert. Keine einfache Situation.

Beim Blick auf die Daten des Bremenspiels werden wir jedoch erkennen, dass unser Team vier Kilometer weniger unterwegs war als der Gastgeber. Das ist schon mal ein recht klares Indiz. Spiele, in denen wir mehr laufen als der Gegner, entscheiden wir öfter für uns. Da kam wohl doch nicht der geforderte Kampf, die Laufbereitschaft bis zum Äußersten, der Siegeswille.

Die Fehleranalyse wird auch ergeben, dass wir immer wieder, seit der vergangenen Saison, dieselben Fehler machen. Vor allem in der Defensive. Zuordnung, Aufmerksamkeit, Ballkontrolle, Stellungsspiel, Absicherung. Da fehlt ein kontinuierliches Auftreten, die Konstanz im Spiel. Woran das liegt? Ich weiß es nicht, bin meilenweit weg vom Trainer und nur laienhafter Beobachter. Aber auch in einer Fußballmannschaft gelten außer sportlich-taktischen Dingen gruppendynamische Prozesse. Vielleicht ist einigen noch immer nicht klar, wie leicht wir mit solchen Auftritten in eine Negativspirale kommen können. Und dann am Ende doch unterm Strich landen, weil sich andere im Gegensatz zu uns berappeln. Das sollte allen klar sein. Kämpft und rennt! Das ist immerhin eine Mainzer Tugend.

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