Ziellos durch die Liga?

„So kann es nicht weitergehen“, sagt nicht nur Sportvorstand Rouven Schröder nach den letzten sieben Spielen, aus denen dürftige drei Punkte geholt wurden. Der Abstand zum Relegationsplatz bleibt derzeit bei zehn Punkten – aber genau das ist vielleicht das Problem, die Sichtweise, die sich in einigen Spielerköpfen breitmacht.

Was genau ist denn das Ziel, das die Verantwortlichen ihrem Team vorgeben? „Nur“ den Klassenerhalt? Fehlt es etwa an einem konkreten, ehrgeizigen Ziel, an dem sich die Mannschaft ausrichten kann? Platz 10, Platz 11, mindestens 40 Punkte, soundsoviel Tore? Eine Prämie bei Erreichen? Persönliche Bestwerte? Vielleicht müssen die Vorsitzenden genau hier ansetzen, um das Team mehr zu motivieren. Denn derzeit kommt es mir manchmal vor, als ob der Weg des geringsten Widerstands, des geringsten Aufbäumens und Sich-Überwindens geradezu als Idealweg erscheint. Zumindest für den Fall, dass es „nur“ um den Klassenerhalt geht.

Wobei selbst dieses Ziel noch gefährdet erscheint angesichts der jüngsten Leistungen. Was die Mannschaft in München gezeigt hat, war jedenfalls nicht das, was in den jüngsten Leitlinien formuliert worden ist, nicht das, was ein typischer Mainzfan von seinem Team erwartet: Kampf, Aufbäumen, unbequem sein, den Großen in die Suppe spucken. Schaut auf Freiburg. So geht das!

Auch die AZ schaut auf die Ziele: Klick.

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