…dass die Bayern einen schlechten Tag haben…

Die frustrierende Niederlage der Bayern gegen Liverpool und ihr Ausscheiden aus der Champions League – welche Bedeutung könnte das für unsere Nullfünfer im Spiel am Sonntagabend (18 Uhr) haben? Sollten sich die Nullfünfer in ihrer Spielweise nicht an Liverpool orientieren, wenn sie gegen die Bayern antreten? „Das sind absolute Topspieler, die jetzt das siebte Mal Deutscher Meister werden wollen in Folge, und schon von daher werden wir uns nicht groß damit beschäftigen, wie ihre mentale Situation sein könnte nach diesem Ergebnis“, sagte Trainer Sandro Schwarz in der jüngsten Pressekonferenz. Weder gebe es eine Schablone aus dem Liverpoolspiel noch habe ihm Jürgen Klopp [Liverpools Trainer] einen Matchplan verraten. Da gelte es jetzt für sein Team, sich genau auf dieses Top-Niveau des Gegners einzustellen.

Was braucht es aber konkret gegen diese Topspieler? Schwarz: „Wir können uns gegen Bayern München nicht übers Ergebnis definieren, wir müssen alles raushauen, sehr gut verteidigen, in der Kette sehr stabil sein, einen guten Torwart haben, Effizienz in der Chancenverwertung, mutig sein und darauf hoffen, dass die Bayern am Sonntag keinen guten Tag haben.“ Der Trainer warnte davor, sein Team mit Liverpool zu vergleichen: „Die haben das sehr gut gemacht vor allem in der Verteidigung. Aber wir können nicht alles übernehmen, was Liverpool gemacht hat.“ Bei den Bayern müsse man kollektiv im Mannschaftsverbund verteidigen, da sei jeder Spieler gefährlich. „Die haben jetzt 12 von 13 Spielen gewonnen. Das ist schon eine Hausnummer und unabhängig davon, wie das Spiel am Mittwoch ausging.“ Oder wie Jürgen Klopp in der Pressekonferenz nach dem CL-Spiel sagte: „Bayern hat so viel Qualität, das ist Wahnsinn. Auf jeder Position sind sie stark besetzt.“

Wie könnte das Spiel personell aussehen? Erst den Plan erstellen, dann die Spielerauswahl daraufhin treffen, sagte der 05-Trainer, ohne konkrete Namen zu nennen. Fehlen werden in jedem Fall Phillipp Mwene wegen einer Knieoperation, Emil Berggreen wegen Grippe, Holtmann wegen seiner Muskelverletzung und der Dauerverletzte René Adler. Wie also spielen – flach, mit Raute, mit einer Doppelsechs? Da antwortete der Trainer wie schon einmal, dass er die Grundordnung nicht in den Mittelpunkt stellen wolle, sondern es darum gehe, die Prinzipien auf den Platz zu bringen.

Grundordnung hin oder her – die exakte Ausrichtung ist ohnehin im Spiel nicht immer leicht auszumachen. Die Doppelsechs wäre vielleicht eine Möglichkeit, aber gegen die Bayern muss man auch die Flügel gut besetzen, um die starken Außenspieler zu bremsen. Keinesfalls wird das eine leichte Nummer, ja, ich hoffe, wir halten lange Stand. Überzeugend glauben kann ich es nicht, dass wir wieder mal was holen können gegen ein Top-Team, das zumindest in der Bundesliga einen Lauf hat und den Frust vom Mittwoch loswerden will. Ich tippe hier lieber nichts… 😉

Respekt an die 2000 Fans, die am Sonntag ihre Mannschaft offiziell anfeuern werden. Ein schönes Spiel wünsche ich uns allen.

Link zur Pressekonferenz. Klick

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