Hertha will Mainz „im Karneval“ schlagen

Vor dem Auswärtsspiel bei Hertha BSC an diesem Samstag (15.30 Uhr) hat 05-Trainer Sandro Schwarz einige Personalsorgen: Brosinski und Mateta sind angeschlagen, Holtmann ist grippal ausgeschaltet, Latza noch aus dem Schalkespiel lädiert, Boetius gelb gesperrt, hinzu kommen die Dauerverletzten Adler und Mwene. „Holtmann fällt sicher aus, bei Mateta müssen wir noch schauen, und Daniel Brosinski hat nur Teile des Trainings mitgemacht. Da gibt es noch viele Fragezeichen“, sagte Schwarz. Der Coach bleibt trotzdem optimistisch, alleine schon wegen des guten, griffigen Trainings in der laufenden Woche, sagte er bei der Pressekonferenz vor dem Spiel (Links weiter unten).

„Hertha ist eine Mannschaft, die teilweise sehr mannorientiert verteidigt, sehr aggressiv, sie haben Geschwindigkeit und gefährliche Sturmspitzen mit einer Wucht und Körperlichkeit. Sie haben sehr, sehr gute Fußballer“, sagte Schwarz. Angeblich gilt Mainz als Angstgegner der Hertha – zuletzt hatten sich unsere Jungs dort nämlich keine Tore eingefangen, im Vorjahr sogar gewonnen. „Das sind nur Statistiken“, winkte der Coach ab, der sich aber noch sehr gut daran erinnerte, wie wichtig das Spiel im vorigen Jahr bei der Hertha alle bewertet hatten. Robin Quaison, der damals zweimal traf, ist für Schwarz auf jeden Fall wieder eine Option wie auch Maxim oder Ötztunali – für den fehlenden Boetius. Das sei letztlich von der Grundordnung abhängig, also Dreier- oder Vierkette, was zunächst ein Gedankenspiel bis Freitag sein solle, und natürlich abhängig von der gegnerischen Aufstellung.

Die derzeitig günstige Tabellensituation, das hob Schwarz noch mal hervor, sei für ihn kein Thema. Da war klar zu spüren: Deshalb geht der Blick jetzt nicht steil nach oben. Für Schwarz ist immer das nächste Training wichtig, das nächste Spiel, und „wieder eine Wachsamkeit wie gegen Schalke auf den Platz zu bringen“, den Zuschauer zufrieden nach Hause zu entlassen. Der gute Tabellenplatz macht es aber auch dem Sportvorstand leichter, vorausschauend zu planen. „Wir schauen zwar immer von Tag zu Tag, aber das ist schon sehr, sehr positiv“, sagte Rouven Schröder.

Dann also auf in die Fastnachtswoche, die just weiberfastnachtsmäßig heute begann (gell, Zischer?). Vielleicht ein Glück, dass das Team dann nicht im heimischen Mainz spielen muss…

Aber auch Hertha muss mit diversen Ausfällen zurechtkommen. So fehlten im Training teilweise immer noch Verteidiger Jordan Torunarigha und Mittelfeldmann Per Skejlbred; Marvin Plattenhardt fällt komplett aus. Schon deshalb komme eigentlich nur die Viererkette in Frage, sagte Trainer Pal Dardai bei der Pressekonferenz zum Spiel (siehe unten). Die Fans jedenfalls warten in diesem Jahr weiter auf den ersten Heimsieg. Da kommt doch Mainz eigentlich gerade recht – oder nicht? Wir spielen ja oft den Aufbaugegner. „Karneval, am Samstag, könnte ein guter Zeitpunkt sein“, sagte Herthas Manager Preetz zur Frage nach einem günstigen Moment für den ersten Heimsieg (das Wort Fastnacht kennt der vielleicht gar nicht).

Nun gut. So kurz nach dem tollen Spiel gegen Schalke gehe ich nicht von einem schlechten Auftritt unserer Jungs in Berlin aus. Außerdem denke ich, dass einige Spieler noch fit werden bis Samstag. Onisiwo trifft ja neuerdings, und falls der Bub nur in der Fastnacht trifft, könnte der Samstag recht närrisch werden. Vielleicht macht er ja auch in Berlin eine Bude. Schließlich gibt sich die Hertha hinten immer wieder mal recht ungeordnet. Wenn man sie also im richtigen Moment passend erwischt… Ansonsten obacht vor Selke und Ibisevic.

Was solle mer tippe? Hm, 1:1 oder ein 0:0. Noch schöner wäre die Wiederholung des Vorjahres, zweimal Quaison zum 2:0 für Mainz.

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