Reaktion in Wolfsburg gefragt

Nach den ersten beiden Siegen der Rückrunde hing bei zahlreichen Fans der Himmel voller Geigen, und nach den beiden krachend verlorenen Folgespielen war unser Team bereits abgestiegen. Eigentlich sind das Fanstimmungen, die man etwa 35 Kilometer weiter östlich vermuten darf. Aber bei uns in Meenz? Nein, irgendeinen aus dem Team zu picken und ihn zum Sündenbock zu erklären, das würde zu nichts führen. Egal wer da hinten in der Defensive als letzter Mann gegen zwei blitzschnelle und kombinierende Angreifer wie Brandt oder Havertz spielen muss, der sieht in solchen Fällen immer ziemlich alt aus. Ob Bell, Hack, Aarón, Niakhaté…

Da kannst Du auch die beiden hochstehenden Außenverteidiger in die Pflicht nehmen. Oder eben den Trainer, weil der ihnen so geheißen. Und was ist mit dem Mittelfeld, das viele Bälle nicht halten konnte? Egal. Abhaken erst einmal. Richten wir den Blick nach vorne, denn dieses Team wird sich nicht ein drittes Mal in Folge eine Niederlage leisten wollen und schon gar nicht eine solch hohe. Also geht es nun darum, „dass wir unsere Basics wieder auf den Platz bekommen“, wie Trainer Sandro Schwarz in der Pressekonferenz vor dem Spiel in Wolfsburg sagte. Es gehe um „die Balance“ zwischen einer kompakten Abwehr und einem gefährlichen Angriff. Immerhin stellten seine Nullfünfer in der Hinrunde die fünftbeste Abwehr der Liga. Im Spiel gegen Bayer hätten allerdings die Abstände und die Raumaufteilung vor allem in den defensiven Umschaltmomenten nicht gestimmt.

In der Pressekonferenz vermittelte der Trainer Zuversicht. Seine Jungs machten jetzt nicht den Eindruck, als ob sie nach der jüngsten deftigen Heimniederlage verunsichert seien. Sie wirkten sehr stabil, auch mit einer gewissen Leichtigkeit im Training, bei denen sie gute fußballerische Lösungen gefunden hätten, sagte Sandro Schwarz. Wie Youngster Barreiro denn dieses Spiel verkraftet habe?, fragte einer. Er sei platt gewesen, meinte Schwarz sinngemäß, verwies aber auch darauf, dass der junge Mann im Spiel die weiteste Strecke zurückgelegt hatte. Das war offenbar der Pluspunkt, den Barreiro beim Trainer machte.

Gegen Wolfsburg nicht dabei sind Adler, Berggreen und Mwene. Der Trainer erwartet eine sehr starke Heimmannschaft, die aggressiv und früh angreifen wird. Traditionell, so könnten wir sagen, gibt es zwischen beiden Teams selten einen Sieger. Auch diesmal rechne ich nicht damit, obwohl uns ein Sieg mal wieder gut tun würde. 1:1. Mein Tipp.

Link zur Pressekonferenz. Klick

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