Jetzt Leverkusen narren

Erst Bayer, dann Bayern. An Letztere denken wir jetzt erst mal nicht, das hat noch ein paar Wochen Zeit. Nach dem Tiefschlag in Augsburg gibt es nur eine Reaktion gegen die Pillendreher aus Leverkusen an diesem Freitagabend (20.30 Uhr): Vollgas geben. Schon die Körpersprache unserer Jungs beim Auftritt in Augsburg konnte die meiste Zeit nicht gefallen. Jetzt muss es die richtige Antwort gegen Bayer geben, zumal die Truppe von Trainer Peter Boscz ähnlich aggressiv auftritt wie Augsburg, ebenso mit einem sehr guten Anlauf- und Umschaltverhalten. Das unterstrich 05-Trainer Sandro Schwarz in der jüngsten Pressekonferenz (Link weiter unten).

Aránguiz, Havertz und den Ex-Nullfünfer Baumgartlinger hob der Coach besonders hervor, und „die sind sehr gut besetzt und sehr aktiv in ihrer Verteidigungshaltung“. Besonders beeindruckt habe ihn, dass Leverkusen die Begegnung gegen die Bayern gedreht habe, da wollte er die Niederlage im Pokal gegen den Zweitligisten Heidenheim nicht überbewerten. „Das Ergebnis hat jetzt kein richtiges Muster für uns“, sagte Schwarz, der darauf verwies, dass Bayer auch in einer anderen Besetzung aufgetreten sei.

„Einfache Ballverluste vermeiden“, mahnt der Trainer sein Team, und fordert von ihm, selbst für mehr Torgefahr zu sorgen. Die Frustbewältigung nach dem letzten Spiel sei getan, abgehakt. „Wenn wir eine gute Haltung haben, sind wir durchaus in der Lage, eine andere Leistung abzurufen.“ Wollen wir hoffen, dass der unbändige Wille dafür auch da ist.

Wie will Schwarz gegen Leverkusen aber spielen, vor allem nach der Rückkehr von Stefan Bell in die Verteidigung? Der Trainer liebäugelt hier mit einer neuen Variante – Moussa Niakhaté auf der linken Außenposition und Aarón eine Position nach vorne anstelle des noch immer angeschlagenen Danny Latza. Kunde dürfte ins Mittelfeld zurückkehren. Seine Nichtnominierung gegen Augsburg begründete Schwarz mit eher taktischen Gründen.

Dass die Truppe am Freitag noch ernsthaft rüberkommt, auch wenn sie im karierten Fastnachtstrikot auflaufen wird – daran zweifelte in der Pressekonferenz offenbar niemand. Wäre ja schön, wir würden Bayer Leverkusen zum Narren machen oder mindestens mal narren. Spiele gegen die „Pillen“ sind allerdings fast immer unangenehm, die gingen oft genug zu Hause sogar verloren. Immerhin, schneien soll es am Freitag nicht, es sollen eher laue sechs bis sieben Grad herrschen. Und wenn unsere Jungs richtig auf den Gegner gehen, sich zerreißen und jeden Gedanken an ein ebenso laues Auftreten fahren lassen (meinetwegen auch mehr), dann kann das ein Dreier werden. Gleichwohl, ich glaube nicht daran: 2:2.

Pressekonferenz (Video): Klick

Kolumne der Wortpiratin

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