Ein Skandal? Mitnichten

Die grundsätzliche Diskussion über den Videoschiri im Allgemeinen und im Besonderen bei unserem Heimspiel gegen Hannover verstehe ich ja – aber beim Handspiel kann man dem Gästespieler absolut keine Absicht unterstellen. Und darauf kommt es ja an.

Was die Gäste nicht daran hinderte, gegen den Videobeweis zu stänkern. Das war schon extrem unsportlich, wie einige Hannoveraner versucht hatten, auf den Elfmeter-Schützen Brosinski einzuwirken und die Ausführung des Strafstoßes verzögerten.

Wie auch immer: Die DFL schafft es nicht, Klarheit und Transparenz in die Video-Kiste zu bringen. Das ist auch nicht einfach, wenn es Schiris gibt, die das immer wieder eigenwillig auslegen. Hannovers Horst Heldt spricht von einem Skandal, legt m.E. die Deutung des Videobeweises vom Sonntag ausschließlich zu Ungunsten seines Clubs aus – und doch wieder nicht. Denn hätte es den VAR nicht gegeben, wäre Ujahs Siegtreffer auch der Siegtreffer gewesen. Und Hannover hätte verloren.

Genau das macht den Widersinn dieser Diskussion deutlich. 

Rumstänkern bringt uns nicht weiter. Natürlich muss sich was ändern. Denn der gesamte Spieltag stand wieder zu sehr im Zeichen des VAR: Die Eintracht ist sauer, weil ein klares Foul im Strafraum nicht geahndet wurde, und Hoffenheim darf sich freuen, dass ein Tor, das zunächst wegen Abseits aberkannt worden war, dank VAR doch gezählt wurde.

Mehr Einheitlichkeit muss da hinein, mehr Transparenz. Nehmt die Zuschauer mit bei der Urteilsfindung. Die sind ohnehin sauer, wenn erst Minuten nach einem vermeintlichen Tor alles wieder abgeblasen wird. Das raubt dem Fußball die ganze Spontaneität. Das könnt Ihr doch mit uns nicht machen… 😉 

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