Robin Zentner sichert den Sieg

Glücklicher Sieg in Düsseldorf – aber wieder nicht ohne Zittern. 05-Trainer Sandro Schwarz hatte die Grundelf aus dem Spiel gegen Dortmund aufgestellt, einzig Hack blieb draußen, weil wieder Vierer- und nicht mehr Fünferkette angesagt war. Auf die Zehn hatte der Trainer diesmal dafür Boëtius gestellt.

Die Fortuna zeigte sich als Herr im Haus und erwartete die Gäste schon in deren Hälfte. Das setzte unser Team früh unter Druck. Unser Mittelfeld verlor auch deshalb zu viele Bälle oder brachte manchen Pass nicht an. Das spielte dem hochstehenden Gegner immer in die Karten, er erhielt dadurch hochwertige Chancen, die er allerdings in der Anfangsphase nicht nutzen konnte. Der entscheidende letzte Pass kam nicht an. Düsseldorf suchte sich aber auch ganz gezielt das Mittelfeld mit seinem Pressing aus, vor allem Kunde und Gbamin als Adressaten. Der Gastgeber walkte unser Team zudem ordentlich durch, einerseits durch sein Spiel in die Breite, aber auch immer wieder durch seine schnellen Vorstöße über Lukebakio.

Sandro Schwarz stellte schnell um – von Mittelfeldraute auf ein flacheres 4–3–3 (offiziell war es ein 4–2–3–1). aber auch Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel reagierte darauf und stellte von Dreier- auf Viererkette um. Die Spielanteile blieben gleich. Fortunas Angriffe kamen gefährlicher und häufiger. Und unser Team wirkte träger, weniger geschlossen und erhielt vom Gegner auch keine Zeit zum Spielaufbau. Das machte deutlich, warum in diesem Stadion schon andere Bundesligisten in der jüngsten Zeit verloren oder unentschieden gespielt hatten.

Schrecksekunde dann gleich zum Wiederanpfiff. Aarón fast mit einem Eigentor, das Zentner gerade so noch verhindern konnte. Ansonsten konnten wir eher den Eindruck bekommen, dass es so weiterging wie im ersten Durchgang: Düsseldorf drückte und spielte, Mainz reagierte. Angriffe kamen seltener. Schwarz nahm Boëtius runter, brachte Ötztunali. Er musste aber auch Brosinski rausnehmen, der nach einem Pferdekuss angeschlagen war und schon unfreiwillig vom Platz humpelte. Da hatte Donati dann wieder mal seine Stunde. Er kam zu seinem ersten Einsatz in dieser Bundesligasaison.

Beide Teams agierten hektisch, vor allem in den letzten Aktionen vor dem Tor. Mateta gehörte auch dazu, machte es aber in der 67. Minute eiskalt und bewies seine ganze Klasse. Nach feinem Zuspiel von Quaison setzte sich Mateta alleine in der Spitze gegen drei Düsseldorfer durch und haute den Ball unter Keeper Rensing hindurch ins Tornetz. 1:0 für Mainz. Ziemlich überraschend, fand ich. Aber sehr schön gemacht. Jetzt nur nicht nachlassen.

Nein, im Gegenteil. Nun drängten unsere Jungs häufiger nach vorne. Selbst Stefan Bell fand seinen Weg vors Düsseldorfer Tor und versuchte sich cool mit einem Hackentrick. Vor allem Quaison brach immer wieder durch die Reihen des Gegners und beschäftigte dessen Abwehr. Die Vorteile und Spielanteile lagen nun klar auf Seiten der Gäste. Die dem Gegner aber in der Schlussphase zu viel Raum ließen. Es wurde noch mal hektisch in den letzten Minuten, nicht nur weil sich Donati diverse Scharmützel leistete. Er sah Gelb und hatte Glück, dass er nicht vom Platz flog. Unsere Nullfünfer ließen der Fortuna immer wieder Chancen, während Robin Zentne mehr als nur eine hochkarätige vereitelte. Er hielt. Angriff um Angriff.

Dann folgten fünf Minuten Nachspielzeit. Noch einmal zittern. Weil die Fortuna ein ums andere Mal in unseren Strafraum gelang, es mit weiten und langen Pässen versuchte. Zum Schluss eine einzige Abwehrschlacht. Die gut für uns ausging. Ein Sieg, den wir Robin Zentner zu verdanken haben.

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