Endlich ersten Auswärtssieg

Mateta trifft

Holla, was war das? Es waren gerade mal 18 Minuten gespielt in Freiburg, da führten die Gäste aus Mainz schon mit 2:0. Sie gingen früh auf den Gegner, gewannen ihre Zweikämpfe, machten die Räume eng, hielten den Ball und eroberten die zweiten Bälle, und vor allem kamen sie oft über die Flügel. So ergaben sich Chancen. Wobei Gbamins erstes Tor wie ein Hammer aus 25 Meter hereindonnerte. Der zweite Treffer dann per Kopf vom anderen Jean-Philippe, von Mateta, nach einem Freistoß.

05-Trainer Sandro Schwarz hatte derselben Elf vertraut, die zu Hause gegen Bremen mit 2:1 gewonnen hatte. Die zeigte sich giftig und wachsam gegen den SC. Wobei Freiburgs Trainer Christian Streich nach dem zweiten Gegentreffer auf eine Dreierkette umstellte und so einen Mann mehr mit nach vorne nahm. Sein Team kam nun häufiger über außen, schlug weite Bälle nach vorne, um den Mainzer Zweikämpfen im Mittelfeld aus dem Weg zu gehen. Die Breisgauer hatten jetzt gefährlichere Szenen vor Robin Zentners Tor, der mindestens einmal hervorragend parierte. Streich haderte zudem mit den Entscheidungen des Schiedsrichters, der seiner Meinung nach in 50:50-Situationen zu oft zum Vorteil der Mainzer gepfiffen haben soll. Ein Ball, der im Zweikampf Niakhaté an den Arm sprang, ahndete der Unparteiische nicht. Damit wurde das Spiel auch ein wenig härter und verbissener.

Bis zur Pause passierte nicht mehr viel, aber die Freiburger hatten jetzt ihre Chancen, mehr Ballbesitz, mehr Präsenz, eine leichte Übermacht. Dagegen sollte unser Team schon eine klare Antwort haben. Don‘t name me Schwarzseher, aber ich hätte nicht wie gegen Bremen noch mal bibbern wollen. Also, würde Schwarz schon zur Pause reagieren? Er hatte im Prinzip keinen Grund dafür. Allerdings hatte Christian Streich einen, er brachte mit Sallai für Frantz einen offensiveren Spieler.

Und in der Tat kehrte sich das Chancenverhältnis in der zweiten Halbzeit um. Zu Gunsten von Freiburg. Unsere heute in Hellblau gekleideten Mainzer fanden sich zusehends in der Rückwärtsbewegung. Noch hatten sie Glück und Können auf ihrer Seite. Schwarz brachte in der 65. Minute Onisiwo für den ziemlich abgekämpften Mateta. Sein Team musste noch fast eine halbe Stunde dagegenhalten. Und tatsächlich. Es schlug die 73. Minute, Freiburg griff über links an, brachte den Ball in die Mitte vor Zentners Tor, wo keiner der Nullfünfer den Ball noch weghauen konnte, und ratzfatz hatte Sallai die Kugel versenkt. Anschlusstreffer. Das Publikum hatte sich noch nicht ganz erholt, da klingelte es auf der Gegenseite. Bei einem Zweikampf brachte der SC den Ball nicht weg und Onisiwo stellte clever den alten Vorsprung wieder her. 1:3. Endlich einmal einen Angriff ordentlich zu Ende gebracht. Und wir dürfen dem Österreicher so sehr diesen Treffer gönnen.

Die Partie hatte sich längst zu einem Kampfspiel entwickelt, in dem jedes Team den Abschluss suchte. Waldschmidt hätte für seine Farben leicht erhöhen können, doch schoss er am leeren Tor vorbei. Schwarz wechselte noch einmal, nahm Boëtius raus und brachte Mwene, den zweiten Österreicher, der im Pokalspiel so gefallen hatte. Dann musste der starke Höfler raus, der sich im Zweikampf mit Onisiwo verletzt hatte; unser Mainzer sah Gelb dafür. Ja, das Spiel lief verbissener. Schwarz verstärkte die Defensive, nahm Quaison runter, brachte den Innenverteidiger Alexander Hack. Dieser erste Auswärtssieg der Saison musste doch nach Hause zu bringen sein.

Sie schafften es. Zwei wichtige Siege hintereinander geholt, sechs wichtige Punkte. Und so geht es in die Länderspielpause.

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